Robots Laboratory

Labor

„Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“ - Albert Einstein

Um unsere Produkte und Wettbewerbsfähigkeit permanent verbessern zu können, hinterfragen wir unser eigenes Handeln und Tun stets mit einem selbstkritischen Blick.

Für uns bedeutet dies eine kontinuierliche Prüfung und Verbesserung der Qualität, Sicherheit und Leistung unserer Produkte sowie die Entwicklung neuer Lösungen. Mit unserer umfangreichen Investition in zwei Hightech-Labore an den Standorten Burgwald (Deutschland) und Richmond/Indiana (USA) in den Jahren 2011/12 haben wir den Grundstein für dieses ambitionierte Ziel gelegt. Diese internationalen Test- und Kompetenzzentren haben durch ihre intensive Nutzung für Rohmaterialqualifikationen, Competitor-Tests und Produktentwicklungen im Bereich technischer Bürsten ihren Mehrwert sowohl für unsere Unternehmensgruppe als auch unsere Kunden bereits nachhaltig unter Beweis gestellt.  


Mit der Einbindung von Dronco im Jahr 2015 konnten wir einen weiteren wichtigen Schritt setzen: Welcome to the Abrasive World! Für die Materialforschung und -prüfung stellt Dronco zum einen die unternehmens- eigene Labor- ausrüstung zur Verfügung. Des Weiteren konnte unter der Leitung des neuen Leiters der Abteilung R&D and Labs, Sebastian Schuster, ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung und Erweiterung der robotergesteuerten Testverfahren für abrasive Produkte geleistet werden. Der Materialwissenschaftler Schuster arbeitete im Team mit Tim Schuster (Burgwald) und Zac Small (Richmond) an Funktionsausbau und Präzisierung der Prüfverfahren der Testroboter in Deutschland und den USA und griff hierbei auf seine umfassende Erfahrung im Bereich abrasiver Techniken zurück. Im Zuge der Integration von Dronco und der Realisierung einiger essenzieller Portfolioprojekte mussten nun auch Oberflächenwerkzeuge wie Trennscheiben und Polierringe auf den Prüfstand gestellt werden. Diese Produkte wurden in den Dronco Testlaboren bis dato einer intensiven manuellen Prüfung unterzogen. Durch den Einsatz von Robotern konnte – und wird auch in Zukunft – die Nettoarbeitszeit für diese Tests erheblich gesenkt werden. 

Ein Beispiel: Die manuelle Prüfung einer Schleifscheibe nimmt durchschnittlich rund 50 Minuten Nettoarbeitszeit in Anspruch. Da ein Roboter die Tests ohne menschliche Beteiligung ausführen kann und Werkstücke und Produkte automatisch wiegt, beschränkt sich die Arbeit des Roboterbedienpersonals auf das Set-up des Prüfverfahrens, Einsetzten und Markieren des Werkzeugs und die Reinigung der Roboterzelle. Dies dauert etwa 12,5 Minuten und bedeutet somit eine Zeitersparnis von 400 Prozent. In unserem Bestreben nach konstanten Verbesserungen arbeiten wir auch hier an einem neuen Konzept, das den Werkzeugwechsel in Zukunft automatisch vornehmen soll und die Zeitersparnis dadurch noch erhöhen wird.      

Weitere Vorteile von Tests in der Roboterzelle liegen in einer höheren Ergebnisausgabe, besseren Reproduzierbarkeit und einer geringeren menschlichen Einflussnahme auf die Resultate, die andernfalls abhängig von der Testperson variieren können.

Auch unsere High-End-Anwender profitieren von diesen Neuerungen: Anhand von verbesserten und präziseren Leistungsdaten zu unseren Produkten können wir detailliert feststellen, welche Lösungen den individuellen Anforderungen und Erwartungen am besten gerecht werden. Auf diese Weise ist es uns möglich, Auswahl und Gestaltung unserer Produkte exakt auf die spezifische Situation des Kunden abzustimmen, egal ob es sich nun um eine längere Lebensdauer, eine höhere Abtragleistung oder die Oberflächenbehandlung von speziellen Materialien handelt. 

Mit diesen neuen Möglichkeiten und Fortschritten ist die Finishing Group mehr denn je für die komplexen Herausforderungen einer kontinuierlichen Kontrolle und Verbesserung unserer Produkte gewappnet. Und so finden wir auch die Antworten auf all Ihre Fragen.

Sebastian Schuster, Leiter der Abteilung R&D and Labs in Burgwald und Wunsiedel, zu den jüngsten Innovationen: „Ich bin sehr zufrieden mit den neuen Funktionen und Features unserer Testroboter. Wir sind nun in der Lage, die Qualität unseres gesamten Produktportfolios – von den technischen Bürsten bis hin zu den Schleifmitteln – auf wiederholbaren Grundlagen zu überwachen und präzise Testverfahren zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit unserer Produkte durchzuführen. Durch die leichtere Identifizierung von Qualitäts- und Leistungsabweichungen können wir zudem unsere hohen Produktions- und Fertigungsstandards weiter steigern. Ich kann die Bedeutung selbstkritischen Hinterfragens für die Schaffung von Mehrwert sowohl für das Unternehmen als auch unsere Kunden nicht oft genug hervorheben.“   

Robot grinding a bar with cup brush